Verlauf der Krise

“Ich habe nicht die geringste Ahnung was ich von all dem halten soll. Weil ich mich nicht weiter runter ziehen will, möchte ich daher davon jetzt nichts mehr hören…”

“na wir wollen doch den teufel nicht an die wand malen”

“die griechen streiken halt, das kann schon mal vorkommen”

“sei mal nicht so negativ, mach mal einen Motivationskurs”


Krise? Ja ein bißchen. Aber nicht so schlimm. Wird schon wieder. Keine Zeit, muss arbeiten.

Kann es sein, dass ein Großteil wirklich gebildeter Menschen die möglichen Folgen einer immer härter werdenden Finanz- und Wirtschaftskrise völlig unterschätzt?

Meiner Einschätzung nach, stehen wir erst am Beginn einer Krise, deren Ausmaße unser Leben in den nächsten Jahren massiv verändern werden. Es gibt Immobilienblasen, ein kaum mehr zu kontrollierender Derivatemarkt und Staatsverschuldungen die in vielen Ländern auf der Welt unter normalen Gesichtspunkten nie mehr zurückgezahlt werden können. Zudem Fehler im System, wie zum Beispiel bei der Rentenvorsorge.

Natürlich gibt es bereits einige Internetseiten, die sich mit der Wirtschaftskrise beschäftigen. Für Menschen die nicht Wirtschaftswissenschaften studiert haben, sind sie jedoch häufig nicht mehr verständlich. Auf einigen anderen Seiten wird Panikmache betrieben und der Untergang der Welt prophezeit. Dieser Blog soll daher möglichst einfach und verständlich neue Nachrichten kritisch kommentieren und die unterschiedlichen Aspekte erklären. Zudem möchte ich mich bei meinen Quellen auf “offizielle” Zeitungen, Magazine und Nachschlagewerke beschränken. Alle Nachrichten und Angaben sollen schnell und einfach recherchierbar sein. Ansonsten könnte dieser Blog leicht von einigen Lesern in die “Verschwörungsecke” gestellt werden.

Sogar unser ehemaliger Finanzminister möchte im Herbst 2010 ein Buch veröffentlichen, in dem er warnt: “Die Deutschen sind keineswegs so gut auf die Zukunft vorbereitet, wie sie glaubten. Der Sozialstaat ist ernsthaft gefährdet.”

Dieser Blog soll daher Denkanstöße geben und zur persönlichen Vorsorge anregen. Wer sich vorbereitet wird besser als andere durch die Krise kommen. Je früher man beginnt, desto mehr Handlungsmöglichkeiten gibt es.

Janek – Feb 2010

Update 03.05.2010:
Nach Ungarn, der Ukraine und Island steht jetzt Griechenland kurz vor dem Staatsbankrott. Portugal, Spanien, Italien und England könnten die nächsten Kandidaten sein. Den Banken drohen massive Abschreibungen.

Update 10.05.2010:
Über das Wochenende wurde völlig überraschend ein europäischer Rettungsfond in Höhe von 750 Milliarden Euro zur Rettung der europäischen Währung aufgelegt. Er soll den Druck von den hochverschuldeten Ländern in Europa nehmen. Die Europäische Zentralbank ignoriert einfach die festgelegten Stabilitätskriterien des Euros. Banken drohen vorerst keine Abschreibungen, Bankaktien steigen um bis zu 20%.

Update 03.06.2010:
Trotz (oder vielleicht sogar wegen) des 750 Milliarden Rettungsfonds fällt der Eurokurs weiter. Meine Prognose: Griechenland wird bald austreten – die Einahmen aus dem Tourismus brechen ein und weil alle sparen, leidet auch die Wirtschaft entsprechend. Ohne Abwertung der Währung wird es Griechenland nicht mehr gelingen seine Staatsverschuldung zu bewältigen.

Update 17.06.2010:
Heute wird durch den monatlichen Bericht der Europäischen Zentralbank bekannt, dass das Finanzsystem Anfang Mai erneut kurz vor dem Zusammenbruch stand… (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Update 25.06.2010:
Bisher habe ich in diesem Blog alle Artikel selbst verfasst. Jetzt möchte ich jedoch auch anderen interessierten Lesern die Möglichkeit geben hier eigene Artikel und Beiträge zu veröffentlichen. Weitere Informationen zu Gastartikeln.

Update 15.09.2011:
Amerika stand vor 3 Wochen kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Der Euro-Rettungsschirm wird aufgestockt und soll “erweiterte” Rechte erhalten. Die Ratings einiger europäischer Länder wurden weiter gesenkt. Europa steht wegen der Sparmaßnahmen kurz vor einer Rezession. In Griechenland, Spanien und Rom gibt es gewaltsame Proteste.

Henry Ford (1863-1947)
„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.“

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